Feierabendtour im Brexbachtal

Gestern war es wieder Zeit für eine kleine Feierabendtour im Brexbachtal. Nur 3 km mit ein bisschen Proviant und Picknickdecke. Einfach durch die Natur streifen, den Gedanken nachhängen, Tiere beobachten und dir Natur auf mich wirken lassen. 

Los geht es an der Abtei Sayn in Richtung Schützenhalle. An der Schützenhalle vorbei endet die Straße und es wird waldiger. Es ist herrlich ruhig und ich höre nur die Vögel sowie ein leises Plätschern am Wegesrand. Stetig steigt der Weg an und ich freue mich, dass der Hausbau ein wenig Kondition zurück gebracht hat 🙈 

Meine Lunge freut‘s und mein Knie auch. „Oben“ angekommen, bin ich auf Höhe der Baumkronen und habe einen tollen Blick nach unten ins Brexbachtal. Hier mache ich kurz Pause, gucke in die Landschaft und überlege, welchen Weg ich nehmen soll, denn von hier gehen mehrere Wege ab. Hier kreuzen sich Rheinsteig und diverse Traumpfade. Ich entscheide den Weg nach unten zum Brexbach zu nehmen. Aber jetzt ist erst einmal Pause und ich genieße die frische Luft, das Zwitschern der Vögel und verliere mich in der Aussicht. Ich genieße die verschiedenen Grüntöne der Bäume und Pflanzen und bin ganz begeistert, wie ruhig es hier ist. Nur die Vögel und das Rauschen der Bäume. Ich sitze gefühlt ewig auf der kleinen Bank und muss mich regelrecht zwingen doch weiter zu gehen. Zu groß ist die Neugier, was der Weg alles mit sich bringt. Also weiter.

  

Jetzt geht es stetig bergab über dicke Wurzel- und Steingebilde. An manchen Stellen wäre ich froh um meine Trekkingstöcke, denn meine kurzen Beine kommen an ihre Grenzen. Ich sitze fast auf meinem Hintern und hangele mich nach unten.
Danach wird der Weg so eng, dass maximal eine Person durch passt. Rechts finden sich irrwitzige Felsformationen, während es links von mir schwindelerregend tief runter geht. Findet meine Höhenangst super 🫣 Ich stehe am Abgrund, halte mich ganz rechts an den Steinen und überlege, ob ich mir das antun mag. Ich hasse Höhe wirklich, kann aber deswegen weiter gehen, weil ein entscheidender Faktor fehlt, der mir in Kombination mit Höhe die Knochen gefrieren lässt. Hier wackelt nix. Also weiter, stur geradeaus gucken und schön an den Steinen bleiben.

  

  

Und dann geht es nochmal amtlich bergab, ich rutsche mehr, als das ich laufe, bin froh, heute nicht mehr arbeiten zu müssen, weil der Matsch ganz dezent meine Schuhe und auch meine Hose ziert und ich finde mich schließlich am Brexbach wieder. Erst mal durchatmen, ans Wasser setzen und mich freuen, dass ich den Abgang gut überstanden habe.

  

Hier genieße ich noch einmal die Landschaft und gucke auf den Bach. Ich lasse mich vom Plätschern einlullen, könnte grad wegdösen und recke mein Gesicht in die Sonne. Bevor ich schließlich doch noch weg döse, mache ich mich wieder auf den Weg und quere den Bach. Der Rest des Weges geht dann über Asphalt zurück zum Parkplatz.

  

Fazit und so

Die Tour im Brexbachtal ist klein, aber fein und bietet reichlich Abwechslung. Landschaftlich ist sie ebenfalls abwechslungsreich und wirklich schön. Reichlich Wald, Grün, Wasser und die Möglichkeit die Seele baumeln zu lassen. Wenn ich die Tour das nächstes Mal gehe, nehme ich auf jeden Fall die Trekkingstöcke mit, denn auch die anderen Abzweige scheinen nicht gerade “bequem” begehbar zu sein.

Auch der Teil, welcher über Asphalt geht, ist landschaftlich schön und nicht langweilig, dennoch werde ich wohl nie ein Freund des Laufens über Asphalt, wenn ich vorher reichlich Waldboden unter den Füßen hatte.

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