Tief, tief im Wald
Zeit für eine kleine Wanderung. Durch die Wälder von Monrepos, die ich seit meiner Kindheit sehr gut kenne. Schon als Kinder waren wir hier regelmäßig zum Kastaniensammeln, Schlittenfahren und um Naturerfahrungen zu sammeln.
Dieses Mal bin ich allerdings mit Gepäck unterwegs, denn ich möchte wissen, ob mein gesamtes Trekking-Gepäck in meinen 30 L Rucksack passt und meine nächste Tour nicht nur leichter, sondern auch mit kleinerem Rucksack klappt. Ich bin regelrecht versessen darauf, nicht nur das Gewicht meines Gepäcks weiter zu reduzieren, sondern auch den Rucksack zu verkleinern.
Los geht’s zur Wanderung
Los geht meine Wanderung am Parkplatz des Steinzeitmuseums, entlang des asphaltierten Weges. Irgendwann biege ich in den Wald ab, auf einen schmalen Pfad, den man vom Weg aus kaum sieht. Es ist herrlich ruhig, Bäume und Büsche rücken näher und die Luft riecht sommerlich würzig. Hier halte ich kurz an, atme tief ein und lausche den Geräuschen des Waldes. Schaue in den Wald hinein, ob ich Tiere entdecke, lasse mich von den verschiedenen Grüntönen ablenken und einfach treiben. Es ist so beruhigend, dass ich nun langsamer weiter wandere. Es geht immer weiter durch den Wald, mal über breitere Wege, mal über ganz schmale. Ich beobachte Schmetterlinge in verschiedenen Formen, Farben und Größen, wie sie geschäftig umher sausen. Immer wieder halte ich an und genieße die Ruhe.
Irgendwann öffnet sich der Wald und ich habe eine Hütte, Sitzbänke und einen Tisch vor mir. Alles passt wunderbar in die Landschaft, ist aus Holz gefertigt und lädt zum gemütlichen Verweilen ein. Hier lasse ich mich nieder, esse und trinke etwas, schaue in den Himmel und beobachte Milane. Ich mag garnicht mehr weg.
Als ich schließlich weiter gehe, verändert sich die Landschaft erneut. Ich laufe zwischen Feldern mit Blick auf die tiefliegenden Ortschaften. Die Sonne ist herrlich warm, um mich herum zirpen Grillen und ich fühle mich wie im Urlaub. So kann das gerne öfter sein. Ich gehe besonders langsam, genieße die Sonne auf meiner Haut und im Gesicht. Sehe mich um, bin glücklich dort zu leben, wo andere Urlaub machen und bin gleichzeitig wehmütig, dass ich diesen schönen Ort demnächst nicht mehr vor der Haustüre habe. Ich lasse mir viel Zeit, schaue mich um, nehme Details auf, plaudere kurz mit einem älteren Ehepaar, die mit Hund unterwegs sind und bin dann doch irgendwann zurück am Auto.
Am Ende des Weges angekommen, mache ich noch einmal Rast und mache mich dann auf den Weg nach Hause.
Fazit und so
Die Wanderung ist landschaftlich sehr abwechslungsreich und nicht nur für sonnige Tage geeignet. Auch im Schnee ist sie wunderschön. Bei Sonne und blauem Himmel kommt ein Gefühl von Urlaub auf, man erlebt wunderbare Lichtspiele und hat ganz viel zu gucken.
Im Wald hat man gute Chancen wilde Tiere zu sehen, wenn man sich leise verhält und langsam geht.
Die Möglichkeit für eine ausgedehnte Pause ist gegeben und die Tour für jeden machbar. Es geht kaum bergauf, die Wege sind gut begehbar (es sei denn, es hat mehrere Tage geregnet) und man geht schön “weich”.







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